Contact us
Leave a message

Tracking-Info

German
English

Datenschutzerklärung

Mitglied bei

Logo "Bündnis '90/Die Grünen"
B'90/Grüne, OV Lehrte
Logo "Gospelchor 'Swing Low', Markus-Gemeinde, Lehrte"
Gospelchor "Swing Low", Markus-Gemeinde, Lehrte
Logo "Verein zum Erhalt klassischer Computer"
Verein zum Erhalt klassischer Computer

Mein erstes Internet-Ding

Der Grund, warum ich mich ins "Internet der Dinge" begeben habe, liegt in meinem ständigen Kampf um eine angemessene Thermoregulation unseres Kellers. Im Sommver öffne ich jeden abend die Kellerfenster um kühle Nachtluft herein zu lassen, und schließe sie dann jeden morgen wieder. Allerdings hatte ich nicht den kleinsten Beweis dafür, dass meine Bemühungen den gewünschten (oder überhaupt einen) Effekt haben -- einfach weil wir keine entsprechenden Thermometer hatten!

Und währen ich darüber sinnierte, welche Thermometer wir uns wohl anschaffen sollten, kam mir die Idee, dass es ja wohl total cool wäre, wenn die Thermometer ihre Messdaten zu einer Art Smart-Home-Zentrale funken würden, so dass man sie z. B. auf dem Familien-Tablet ablesen kann.

First Prototype

NodeMUC und DHT22
Mein MeteoThing-Prototyp. Die ESP8266-basierte NodeMUC-Platine befindet sich links, der DHT22-Sensor rechts. Da der DHT22 auch einen kleinen Microcontroller enthält, arbeiten auf dieser Steckplatine sogar zwei Computer zusammen!

Nachdem ich einige Zeit mit Nachforschungen dazu verbracht hatte, wie man kommerziell erhältliche, auf 433 MHz funkende Wetterstationen per Computer auslesen könnte, bin ich über den ESP8266 chip gestolpert -- eine unglaubliche Kombination aus Microcontroller und WLAN-Chip, der sich prima ins Arduino-Ökosystem einfügt.

Für meinen ersten Versuch, einen Funk-Temperatur-Sensor zu bauen, habe ich eine ESP8266-Entwicklungsplatine namens "NodeMCU" verwendet, die einen eingebauten USB-nach-Seriell-Konverter mitbringt. Damit kann sie einfach z. B. aus der Arduino-Entwicklungsumgebung heraus über ein Standard-USB-Kabel programmiert werden.

Die eigentliche Temperaturmessung wird von einem DHT22-Sensor erledigt, der zudem netterweise auch noch die Luftfeuchtigkeit messen kann. Das ist sehr willkommen, da es in unserem Keller manchmal doch recht feucht wird und es spannend zu wissen wäre, ob man dem auch über eine Außenluft-Austausch-Maßnahme beikkommen kann.

Die Messdaten werden übrigens per WLAN als JSON-Strings, verpackt in UDP-Broadcast-Datagramme, an alle Stationen in unserem Netzwerk verschickt, die's wissen wollen.

Alles in allem sicherlich kein spektakuläres Projekt -- ähnliche Dinge haben viele andere Menschen vor mir auch schon gemacht. Aber ich muss zugeben, dass ich schon ein bisschen stolz darauf bin, meinen ersten Schritt ins Internet der Dinge getan zu haben... Und da es sich dabei sowohl um einen meteorologischen Sensor als auch um ein Internet-Ding handelt, habe ich es "MeteoThing" genannt.

Ich habe übrigens noch einen zweiten (identischen) Prototypen zusammengesteckt, der auf unserer Terasse platziert wurde. Jetzt kann ich Außen- und Kellertemperatur immer direkt vergleichen und so den perfekten Moment für das Öffnen und Schließen der Fenster bestimmen.

Nächste Schritte

  • Integration des MetoThing in eine Heimautomatisierungs-Software wie OpenHAB
  • Over-the-air-Update der Software ermöglichen
  • Erstellung eines MeteoThing-Designs mit geringem Strom-Verbrauch, das über einen Akku monatelang betrieben werden kann
  • Erstellung einer solar-getriebenen, wasserdichten Version für den Außenbereich